Mehr Rechte für Transsexuelle im Gefängnis

Inhaftierte Transfrau klagte erfolgreich auf Erlaubnis, Frauenkleider tragen zu dürfen
(01. März 2011, dieStandard.at)

Deutschland, Celle- Transsexuelle Häftlinge dürfen nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Celle im Gefängnis Kleidung ihres eigentlichen Geschlechts tragen. Das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot wögen schwerer als Sicherheitsbedenken der Haftanstalt, urteilten die deutschen RichterInnen in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil.

Geklagt hatte ein Häftling, der vorgebracht hatte, er sei seit längerem transsexuell. Deshalb wolle er in seiner Zelle Damenunterwäsche und Oberbekleidung anziehen, um zu schauen, wie es sich im Alltag als Frau lebt. Dies sei unzweckmäßig und könne zu Übergriffen führen, hatte das Gefängnis die Ablehnung begründet. Die Haftanstalt müsse den Gefangenen vor unrechtmäßigen Bedrohungen schützen, betonten jedoch die RichterInnen. (APA/Ag.)

Erstes Gefängnis für Transsexuelle in Italien

(27. Januar 2010, dieStandard.at)

Rom – Italien weiht sein erstes Gefängnis für Transsexuelle ein. Die Renovierungsarbeiten eines Flügels der Strafanstalt Pozzale in der toskanischen Stadt Empoli wurden eben abgeschlossen. Ab März sollen hier 30 transsexuelle Häftlinge einziehen, die derzeit in einem Teil des Gefängnisses Sollicciano in Florenz untergebracht sind.
Die Zellen für geschlechtsangepasste Häftlinge wurden in einem Teil des Frauengefängnisses untergebracht. Das Personal wurde in Fortbildungskursen für den Umgang mit Transsexuellen geschult. „Die Aufseher werden mehrheitlich Männer sein, es gibt jedoch auch einige Frauen“, erklärte die Gefängnisdirektorin Maria Pia Giuffrida. In der Strafanstalt befindet sich eine Bibliothek und ein Garten.

In ganz Italien sind 60 Transsexuelle inhaftiert. Die meisten von ihnen sind wegen Delikten hinter Gittern, die mit Prostitution oder Drogenhandel zusammenhängen. (APA)

Buscamos informes sobre experiencias de detenciones y controles policiales.

Hola,
queremos escribir un texto sobre el tema trans* y la represión policial, ya que lxs trans, normalmente, se enfrentan a detenciones y controles policiales. Como trans* queremos estar mejor preperadxs en estas situaciones para disminuir la inseguridad y conseguir una mayor capacidad para actuar. Además queremos sensibilizar a lxs no-trans* con este tema para que, en caso de situaciones concretas, pudieramos actuar juntos y solidariamente. No se trata de estrategias de trato determinadas porque las situaciones y lxs afectadxs son individuales. (mehr…)

Erfahrungsberichte zu Gewahrsam und Kontrollen gesucht

Hallo,
wir wollen einen Text zum Thema trans* und Polizeirepression schreiben. Dabei geht es uns hauptsächlich um die Situation von Gewahrsam und Polizeikontrollen. Wir wollen uns als trans* besser auf solche Situationen vorbereiten können, um Unsicherheiten abzubauen und eine größere Handlungsfähigkeit zu erlangen. Darüber hinaus wollen wir auch nicht-trans* für das Thema sensibilisieren, um in den konkreten Situationen ein im besten Falle gemeinsames, solidarisches Handeln zu ermöglichen. Uns geht es dabei nicht um festgelegte Umgangsstrategien, da dafür die Situationen und Betroffenen zu individuell sind.
Um möglichst vielfältige Erfahrungen in unsere Überlegungen miteinzubeziehen, freuen wir uns über alle Rückmeldungen und Erfahrungberichte von Euch. Dabei geht es nicht nur um „besondere“ Situationen, z.B. von extrem transphoben Bullen, sondern um alle Erfahrungen. Natürlich sind nicht nur die Reaktionen der Bullen auf eine Konfontation mit trans* interessant, sondern auch eure Umgangstrategien mit Bullen und der Geschlechterzuweisung beim Gewahrsam, bei Durchsuchungen usw. Darüber hinaus, eure Erfahrungen (mit nicht-trans*) in eurer Bezugsgruppe. Welche Strategien habt ihr entwickelt, um gemeinsam agieren zu können?

Unseren PGP-KEy findet ihr unter „kontakt“. Falls ihr in Berlin oder NRW wohnt und nicht so gerne Mails schreibt, können wir uns auch zu einem persönlichen Gespräch treffen.

besten Dank
trans_it